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Schon zu Beginn des
Rundfunks, als die Röhrentechnik noch in den Kinderschuhen steckte, war bereits das Hören von sogenannten
Ortssendern möglich. Einer der ersten Ortssender waren die Sendestationen Nauen und Königswusterhausen. Über Nauen wurde seinerzeit das Zeitsignal ausgestrahlt, welches vordergründig bei der Schiffahrt von Nöten war. Über Königswusterhausen wurde im Jahre 1924 erstmals mit der versuchsweisen Ausstrahlung von Sprache und Tanzmusik begonnen. Empfänger, wenn mit Röhren bestückt, waren unendlich teuer und konnten somit nur von einer zahlungskräftigen Minderheit genutzt werden. Doch auch der Empfang ohne unerschwingliche Röhrengeräte war möglich. Dieser beruht auf einem einfachen, physikalischen Prinzip, welches noch heute Gültigkeit besitzt: |
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Abb. 1 |
Die abgestrahlte Energie wurde mittels sehr langer (ca. 10m) Außen-Hochantenne empfangen, über einen Schwingkreis wurde die Empfangsfrequenz eingestellt, nach einem Gleichrichter in der Variante eines Kristalldetektors (Abb. 1) wurde die auf die Hochfrequenz aufmodulierte Niederfrequenz mittels eines HF-Sperrkreises gewonnen. Diese Niederfrequenz konnte sowie über einen hochohmigen Kopfhörer oder mit einer Röhren-Endstufe auch über einen Lautsprecher wiedergegeben werden. |
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Auch das Schaltbild eines Detektor- Empfängers ist denkbar einfach. (Abb. 2) Dieser besteht aus einer Spule von 120 Windungen mit drei Abgriffen, einem Abstimmkondensator von 500pf, einer Germanium- Diode, Typ OA50, einem Hochpasskondensator von 150pf, einem Tiefpasskondesator von 10nf und einem Kopfhörer von 5000 Ohm. |
Abb. 2 |
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Die ältern
Herrschaften erinnern sich vielleicht noch an Großväter, Väter, Onkel oder Nachbarn, welche, wenn
jemand den Kristalldetektor verstellte oder auch nur berührt hatte, ein unendliches Donnerwetter
veranstalteten.
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